Lions spenden für das Bootscamp Mirow 

Traditionsreiche Einrichtung wird vom Kulturverein Stadtmauerturm nach Stellen-Streichung seit letztem Jahr rein ehrenamtlich betrieben

Die Lions (Mitte: Präsident Gerrit Haase mit Scheck) übergaben  Euro Spende an Jürgen
Tappert vom Kulturverein Stadtmauerturm. Foto: Klaus Wuggazer

Von Klaus Wuggazer Bad Langensalza. Mit 3000 Euro unterstützen die Lions aus der Kur- und Rosenstadt das Bootscamp in Mirow.

Beim jüngsten Treffen des Clubs überreichte Präsident Gerrit Haase einen symbolischen Scheck an Jürgen Tappert, den Vorsitzenden
des Kulturvereins Stadtmauerturm. Der Verein betreibt das Bootscamp an in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Die Einrichtung gehört dem Unstrut-Hainich-Kreis und wird auch zu großen Teilen von Gästen aus der Region genutzt. Der
Kreis kann sie jedoch aus finanziellen Gründen nicht selbst bewirtschaften. Das übernimmt seit 2003 der Kulturverein. Bis
2016 gab es dort noch eine vom Kreis finanzierte Betreuerstelle, die aber 2017 wegfiel, ebenfalls aus finanziellen Gründen.
Seitdem bewältigt der Verein den gesamten Unterhalt und Betrieb des Camps auf ehrenamtlicher Basis und ist daher „auf jede
Spende angewiesen“, sagte Tappert. Denn auch weniger betuchten Familien und Kindern soll hier Ulraub ermöglicht werden.
Ohne das Engagement der Vereinsmitglieder und vieler Helfer gäbe es laut ihm das Camp nicht mehr, in dem vom
Himmelfahrtstag bis September Betrieb herrscht. Dabei feiert die Einrichtung in diesem Jahr ihr 55-jähriges Bestehen.
Das erste Jahr mit rein ehrenamtlicher Betreuung habe jedenfalls funktioniert, wenn es auch ein Kraftakt gewesen sei
und die Ausgaben steigen. Rund 10 000 Euro Fixkosten hat der Verein laut Tappert im Jahr, dazu käme noch die Unterstützung
Bedürftiger. Zudem leisten rund 50 Beteiligte jedes Jahr weit über 2500 Stunden ehrenamtlich, um das Camp mit seinen 40 Plätzen
in Schuss zu halten und die Aufenthalte zu betreuen. „Das ist gelebte Integration“, verwies Tappert auf die Besucher aus sozial benachteiligten
Schichten. Auch die Naturverbundenheit und der Teamgeist werde bei den Gästen gefördert. Neuerdings gebe es sogar Kochkurse
für Kinder. Auch Urlauber-Familien und Gruppen aus dem Partner-Landkreis Wetterau kämen, so wie regelmäßig Schulklassen, etwa
vom Salza-Gymnasium, zum Paddeln nach Mirow. An den Verein verkaufen könne der Kreis das traditionsreiche Objekt nicht – denn wenn der es abgebe,
habe der örtliche Forst ein Vorkaufsrecht. „Wir sind dort inzwischen die einzige nicht kommerzielle Einrichtung, verdeutlichte Jürgen Tappert. Man unterliege aber
denselben gesetzlichen Vorschriften und regelmäßigen Kontrollen wie alle solchen Einrichtungen, von der Hygiene bis zum Brandschutz.

Quelle: TA 22.02018


 

Rosenkönigin als Glücksfee

Bad Langensalzas Rosenkönigin Luisa Sluka zog am Freitag die Gewinner für den Lions-Adventskalender.

Der wird ab 18. November verkauft: in der Sparkasse, in der Tourist-Info, usw.
 

Bad Langensalzas Rosenkönigin Luisa Sluka zog am Freitag zog die Gewinner für den Lions-Adventskalender. Der wird ab 18. November verkauft: in der Sparkasse, in der Tourist-Info, in der Salza-Buchhandlung, bei Sport Schenk und im Reisebüro König. Gewinnen kann man unter anderem einen Tablet-Computer und Städtegutscheine, mit denen der Lions-Club das „Heimatshoppen“ unterstützt. Im Bild: Rechtsanwältin Caroline Hense, Luisa Sluka, der stellvertretende Sparkassen-Leiter Robert Bliedung und Lions-Präsident Gerrit Haase (von links). Foto: Sabine Spitzer

Thüringer Allgemeine / 11.11.17

 


Adventskalender der Lions ab Montag zu haben

04.11.2016 - 01:29 Uhr

Bad Langensalzaer Club hält an Tradition zugunsten sozialer Projekte im 9. Jahr fest. Gewinner täglich in der TA

Jan Fischer (links) und Rolf Krause präsentieren den Lions-Adventskalender 2016. Auf dem Titelbild ist der Nackte Reiter vor dem Bad Langensalzaer Augustinerkloster. Foto: Friedemann Knoblich Bad Langensalza. Jedes 46. Los gewinnt. Bei dieser Quote können die staatlichen Lottobetriebe nicht mithalten. Der Lions-Club Bad Langensalza ermöglicht diese vergleichsweise hohe Gewinnchance auch in diesem Jahr wieder mit einem Adventskalender. 2300 Stück sind fertig gedruckt. "Viele Firmen aus der Stadt haben Kontingente für ihre Mitarbeiter bestellt, daher sind wir mit der Menge dieses Jahr etwas in die Höhe gegangen", berichten JanFischer, Rolf Krause und Jürgen Werner bei der Vorstellung des Kalenders am Donnerstag. Dennoch soll es im freien Verkauf noch genügend Exemplare geben. Vom 1. bis 24. Dezember werden insgesamt 50 Preise vergeben. Jeder Kalender hat eine feste Nummer. Die Gewinn-Nummern werden täglich in der Thüringer Allgemeine, der Thüringischen Landeszeitung und auf der Webseite des Lions-Clubs veröffentlicht. Jeder Preis soll einen Wert von mindestens 50 Euro haben. Das können Einkaufsgutscheine, technische Geräte oder eine Reise im Wert von 1000 Euro sein – diese verbirgt sich hinter Tür 24, so viel sei verraten. Die Gutscheine und alle anderen Preise werden von örtlichen Händlern und Unternehmern gesponsort – der Gegenwert der Gewinne bleibt also in der Stadt. Ohne diese Unterstützung wäre die Aktion nicht möglich, betonen die Lions und zeigen sich dankbar. Der Erlös soll wie in den vergangenen Jahren sozialen Projekten zugutekommen. So werden unter anderem der Kulturverein Stadtmauerturm unterstützt, das Thepra-För- derzentrum in Bruchstedt, die Bad Langensalzaer Tafel und das Museum in Bad Langensalza. Für die evangelische Kita in Ufhoven will der Club die Innenausstattung mit finanzieren. Die Kalender sind ab dem kommenden Montag, 7. November, für 5 Euro erhältlich. Verkauft werden sie bei der Sparkasse, in der Salza-Buchhandlung, im Reisebüro König, bei Intersport Schenk, in der Tourist-Information und der Friederikentherme.

Friedemann Knoblich / 04.11.16 / TA

 


Restauriertes Altarbild jetzt im Stadtmuseum

Das bedeutende mittelalterliche Zeugnis der Stadtgeschichte soll künftig Teil einer neuen Dauerausstellung sein

Ute Regina Wagner hat das Altarbild, das aus dem Spätmittelalter stammt, in ihrer Werkstatt in Erfurt restauriert. Foto: Jens König

Ute Regina Wagner hat das Altarbild, das aus dem Spätmittelalter stammt, in ihrer Werkstatt in Erfurt restauriert. Foto: Jens König

Bad Langensalza. Ein bedeutendes mittelalterliches Zeugnis der Bad Langensalzaer Stadtgeschichte ist gerettet. Das Altarretabel aus dem Jahr 1492 wurde restauriert und

hat jetzt einen Platz in der Sakristei im Stadtmuseum gefunden. Dort soll es Teil einer neuen Dauerausstellung werden.

 
 

Fünf Monate hat Diplom-Restauratorin Ute Regina Wagner das reich verzierte Altarbild in ihrer Werkstatt in Erfurt restauriert. "Es war in einem schlimmen Zustand", erklärte sie am Dienstagabend bei der Präsentation des wertvollen Kunst- und Kulturobjekts. Die Farbe war abgeblättert und löste sich an vielen Stellen vom hölzernen Untergrund. Zudem drohten große Schollen der plastischen Hervorhebungen herauszubrechen. Schäden haben auch vorangegangene Restaurationen hinterlassen. Wie "Plomben" waren laut Wagner die Teile, mit denen einst Fehlstücke ausgebessert wurden. Und diese Füllungen verursachten Risse. Das Altarretabel zeigt fünf geschnitzte Heiligenfiguren und stammt aus der Kapelle des Siechenhofes, wo es bis 1923 stand. Das Gebäude wurde vom 13. bis Mitte des 17. Jahrhunderts als Hospital für Leprakranke genutzt, gab Museumsleiterin Sabine Tominski einen geschichtlichen Überblick. 1923 unterzeichneten die Stadt und die Kirchengemeinde eine Verein- barung, dass das Altarbild in der Marktkirche verbleiben soll. Als jedoch das Stadtmuseum 1933 für einige Jahre in den Lindenbühl wechselte, zog auch das Altaretabel mit um – allerdings ohne seine Seitenflügel. Dort wurde es fünf Jahre später bei einem Brand stark beschädigt. Nach der Wende wurde das Altarbild bereits zwei Mal restauriert. Knapp 4000 Euro hat die neuerliche Restaurierung gekostet. Weil der Lions-Club 3000 Euro – Erlös dreier Benefizkonzerte – spendete, konnten Fördermittel beantragt werden. Das Altarbild soll nun mitsamt der Sakristei in eine neue Dauerausstellung des Stadtmuseums im Augustinerkloster integriert werden. Ziel ist laut Tominski auch die Seitenteile des Altarbildes auszustellen.

Sabine Spitzer / 13.10.16 / TA
 

Gräfentonna: Konzertgeld für Jugendarbeit und Museum

Der Lions Club Bad Langensalza holte sich die Holger-Arndt-Connection in den Kreuzgang, begrüßte viele Gäste und kann Spenden weiterreichen

 

Sabine Tominski, Jürgen Tabbert (2. von links) und Michael Borgwardt (hinten) sowie Gordon Keiling (rechts)
gemeinsam mit Rolf Mohring bei der Übergabe von Spendenschecks. Foto: Heiko Kleinschmidt

 

Gäste lud sich der Lions Club Bad Bad Langensalza am Dienstag zu seiner Zusammenkunft ein. Zum einen die Leiterin des Stadtmuseums Sabine Tominski, und zum anderen Mitglieder vom Kulturverein Stadtmauerturm wie Jürgen Tabbert und Michael Borgwardt. Museum und Verein bekamen erneut eine finanzielle Unterstützung von den Lions.
 
 
Das Geld stammt aus dem Erlös des 5. Benefizkonzertes der Lions, zu dem unlängst ins Stadtmuseum eingeladen wurden. Genauer gesagt in den Kreuzgang des Augustiner Klosters. Zum Eintritt in Höhe von 10 Euro war ein Konzert mit der Holger-Arndt-Connection aus Erfurt zu hören. 180 Besucher ließen sich dieses Erlebnis nicht entgehen. Im Anschluss an die Musik gab es noch eine Lasershow an der Fassade vom Kreuzgang. Außerdem wurde zum Catering eingeladen, und es war Gelegenheit noch bis Mitternacht für ein geselliges Beisammensein. Wie in den Vorjahren wurden erneut die Einnahmen aus dem Benefizkonzert für gute Zwecke in Aussicht gestellt. Das Stadtmuseum kommt dadurch wieder ein Stück bei der Restaurierung eines mittelalterlichen Altarretabels voran. Erste Arbeiten erfolgten bereits, nun muss weiter Geld gesammelt werden. Bei dem guten Stück aus dem Jahr 1492 handelt es sich um geschnitzte Heiligenfiguren. Der Altar stammt aus einer Kapelle des ehemaligen Siechenhofes von Bad Langensalza. Bisher konnten 4500 Euro für die Restaurierung verwendet werden. Auch Fördermittel waren erreichbar. Wie viel Geld noch fehlt, kann Sabine Tominski noch nicht abschätzen. Jürgen Tabbert, Vorsitzender vom Kulturverein Stadtmauerturm, rief zur Spendenübergabe ein besonders Projekt in Erinnerung: das Bootscamp Mirow in Mecklenburg-Vorpommern. Das ganze Jahr über kümmert sich der Verein um kulturelle Angebote und sorgt sich dabei besonders um Kinder und Jugendliche. Mit dem Bootscamp ist es möglich, Freizeiten für die Kinder zu organisieren. Ein in Besitz des Landkreises befindliches Objekt in Mirow wird vom Kulturverein betrieben und hat schon seit 1963 eine langjährige Tradition. Besondere Bedeutung gewinnt die Jugendarbeit vom Verein, da im Landkreis laut Jugendförderplan eine neue Struktur Einzug hält. Es werden einige Betreuerstellen gestrichen. Sabine Tominski nahm 1000 Euro mit ins Stadtmuseum, Jürgen Tabbert sowie Michael Borgwardt freuen sich über 1500 Euro für den Kulturverein . Und Gordon Keiling vom Gasthaus "Zum Mühlgraben" und zuständig fürs Konzert-Catering übergab an die Lions 500 Euro

 

Heiko Kleinschmidt / 06.10.16 / TA


Wechsel an der Spitze der Bad Langensalzaer Lions

Wolfgang Lutz übergab das Amt des Präsidenten an den Unternehmer Matthias Lübbers.

Kontakt zu anderen Clubs soll ausgebaut werden.

 

Matthias Lübbers (links), Inhaber und Geschäftsführer der Foto: Mara Mertin

Matthias Lübbers (links), Wolfgang Lutz (rechts) Foto: Mara Mertin

Bad Langensalza. Matthias Lübbers ist neuer Präsident des Lions Club Bad Langensalza. Der Bad Langensalzaer Unternehmer wurde am Montagabend von den Mitgliedern des Service-Clubs ins Amt gehoben. Die symbolische Tischglocke übergab dem 64-Jährigen sein Vorgänger Wolfgang Lutz.

Die derzeit 29 Männer wählen ihren Präsidenten nicht. "Unser Vorsitz wechselt jährlich, sodass jeder einmal in der Verantwortung steht", erläuterteWolfgang Lutz und scherzte: "Das wäre in der Politik vielleicht ebenfalls nicht schlecht."

 Sein Amt übergebe er "auch mit Freude", bekannte Wolfgang Lutz. "Denn es bedeutet mehr Arbeit, als man vermutet." Bei vier Anlässen haben die Lions im vergangenen Jahr Geld eingenommen, resümierteWolfgang Lutz, der beruflich als Geschäftsführer von "Frischback" in Arnstadt tätig ist. Die Gruppe beteiligte sich am Mittelalterstadtfest und am Weihnachtsmarkt. Erlös brachte zudem ein Benefizkonzert sowie der Verkauf des Adventskalenders, den die Lions seit vielen Jahren zusammenstellen und vermarkten. Mit dem eingenommenen Geld unterstützten die Lions zahlreiche Projekte. Dazu gehörte diesmal – unter anderem – die Restaurierung eines Altars aus dem Mittelalter, der sich im Bad Langensalzaer Stadtmuseum befindet, die Anschaffung eines Spielturms für die Thepra-Schule, die Bewirtschaftung von Gemüsegärten durch die Tafel und das Bootscamp Mirow."Was ich nicht geschafft habe, ist, einen Leo-Club zu gründen. In einem solchen wäre Nachwuchs organisiert; beispielsweise ab 16 Jahren", bedauerteWolfgang Lutz.Matthias Lübbers begegnete der Idee am Montag mit Vorsicht. "Ich fände das gut. Doch ist Bad Langensalza vielleicht zu klein. Die Leos müssten in der Stadt leben und bleiben, denn sie sollen auch Veranstaltungen organisieren", sagte er. Jemand, der zum Studium wegzieht, nütze nicht viel. Lübbers selbst will den Kontakt zu anderen Lions Clubs ausbauen. "Vielleicht lassen sich auch einmal gemeinsam Dinge veranstalten", meinte er.

 

Mara Mertin / 07.07.16 / TA

 


Bad Langensalzas Rosengarten kann jetzt mit Mobiltelefon erkundet werden

Nach der „Audioguide“-Führung durch die Altstadt Bad Langensalzas hat der Lions Club das Material zum Rosengarten neu aufgearbeitet

Kur- und Tourismuschefin Martina Damm (links) und Pierre Rönick von den Lions Bad Langensalza stellten das neue Programm für den Rosengarten vor. Foto: Mara Mertin

Bad Langensalza. Den Rosengarten inBad Langensalza können seine Gäste seit Mittwoch mithilfe einer App erkunden. Das Programm ist kostenfrei und kann auf jedem Smartphone oder Tablet installiert werden. Die 66-minütige Gartenführung zum Hören basiert auf dem Audioguide, den die Tourist-Information seit 2009 zur Ausleihe anbietet.

Die Übertragung der Inhalte in eine App hat der Lions Club Bad Langensalza möglich gemacht. Er ist Träger und Initiator des Audioguide-Projekts. Pierre Rönick, Lions-Mitglied und Computer-Fachmann, übernahm es, die Hörtexte für die App zu schneiden, Fotos hinzuzufügen und das Ganze ins Internet zu bringen. Die Führung durch den Rosengarten findet sich in der App „guidemate“, die bei Apple und Google heruntergeladen werden kann. Ein Link zum Herunterladen steht zudem auf der Internetseite der Tourist-Information.Die hat schon Erfahrungen mit „Guidemate“ gemacht. Denn der Altstadtspaziergang zum Hören steht seit November im Internet bereit. „Über unsere Seite wurde er seitdem 76 Mal heruntergeladen“, wusste am Mittwoch Martina Damm, die Kur- und Tourismuschefin Bad Langensalzas. Der Spaziergang durch die Stadt umfasst 17 Stationen. Von der Tourist-Information geht es zu Marktkirche, zur Leinecke, zum Wieglebhaus und zum Rathaus. Auch zu den Ziegen am Neumarkt, zum Nackten Reiter und dem Drei-Türme-Blick gibt es Interessantes zu erfahren. Im Rosengarten lauschen die App-Nutzer an 10 Stationen, etwa zu Beetrosen, Kletterrosen, historischen Rosen oder der Mädchenskulptur. 2017 soll das Audioguide-Material zum Japanischen Garten für den Gebrauch auf dem Handy aufbereitet werden. Wie die „Audioguide“-Geräte sind auch die Inhalte der App für Sehbehinderte und Blinde geeignet. So werden nicht nur Infos bereit gestellt, sondern auch die Rosenbeete, die Wege, die Häuser oder Plätze der Kurstadt beschrieben. Die detaillierten Beschreibungen stammen aus der Feder der Gästeführerinnen Mary Fischer und Silke Schilling.

 

Quelle: Mara Mertin / 07.04.16 / Thüringer Allgemeine

 


Altarbild im Bad Langensalzaer Augustinerkloster

kann restauriert werden

Lions Club Bad Langensalza und Land Thüringen ermöglichen Instandsetzung der 500 Jahre alten Tafel 
 
 
 Der Altarbild aus dem Jahr 1492 stammt aus der St.-Gangolphi-Kapelle. Das unstete Klima in der Sakristei des Augustinerklosters hat dem Bild zu schaffen gemacht – die Farbe blättert ab.
Foto: Daniel VolkmannBad Langensalza.
 
Das wichtigste mittelalterliche Objekt im Fundus des Stadtmuseums von Bad Langensalza kann nun restauriert werden. Der Lions Club spendete über drei Jahre hinweg jeweils 1000 Euro an das Museum, um ein Altarretabel aus dem Jahr 1492 zu retten. Die reich verzierte Tafel zeigt fünf Heiligenfiguren und stammt aus der St. Gangolphi-Kapelle, wo sie bis 1923 stand .„Dank Ihrer Unterstützung war es möglich, bei der Thüringer Staatskanzlei einen Antrag auf Fördermittel für das restliche Geld zu stellen“, sagte MuseumsleiterinSabine Tominski am Montagabend bei einer Veranstaltung der Lions. „Geld für gemeinnützige Projekte zu sammeln ist das Ziel der Lions. Es freut uns sehr, dass das Altarbild nun hergerichtet werden kann“, sagteWolfgang Lutz, der Präsident der LionsBad Langensalza.
 

Anni-Berger-Stiftung sponsort Technik

Knappe 4000 Euro und damit weniger als ursprünglich veranschlagt seien insgesamt nötig, um die Tafel herzurichten. Mit der Zusage vom Land im Gepäck, sollen die Restaurierungsarbeiten im Frühjahr beginnen.Dafür werde die Tafel in eine Werkstatt nachErfurt geschickt, informierteSabine Tominski. Das Hauptproblem ist die abblätternde Farbe. „Auf den Gesichtern, den Gewändern und den Sockeln gibt es Fehlstellen. Die Bindung der 500 Jahre alten Farbe zum Untergrund löst sich. Dieser Prozess muss aufgehalten werden. Lockere Farbschichten werden mit Leim wieder befestigt oder müssen retuschiert werden“, erklärt sie.Dass sich die Farbe löst liege an den instabilen klimatischen Verhältnissen in der Sakristei im Kloster. Die Luftfeuchtigkeit schwanke zwischen unter 40 Prozent und teilweise mehr als 80 Prozent. Um dieses Problem nach der Restaurierung in den Griff zu bekommen, soll ein Klimagerät für stabile Bedingungen in der Sakristei sorgen. Das Gerät wiederum sponsort die Anni-Berger-Stiftung.Es ist nicht das erste Mal, dass das Altarbild in die Kur kommt. Schon 1991 und 2004 gab es Restaurierungen. In den 90ern vor allem wegen Holzwurmbefall. Damals sei das Objekt in einem schlimmen Zustand gewesen, berichtetSabine Tominski. Denn seit den 50er-Jahren sei nichts mehr an dem Objekt gemacht worden. Die Tafel habe nur im Depot gelegen und sei nicht ausgestellt worden.Nach der Restaurierung und der Wiedereröffnung des Stadtmuseums soll die Tafel wie schon in den Jahren zuvor öffentlich zugänglich sein. Sollte die Stadt finanziell dazu in der Lage sein, sollen die drei unterem Räume für die ständige Ausstellung umgestaltet werden.Dazu zählen der rechte Ausstellungsraum im Erdgeschoss, die anschließende Sakristei und die große Halle.Sabine Tominski zufolge sollen dort die Geschichte des Klosters und die mittelalterliche Stadtgeschichte präsentiert werden. Die große Halle bleibe der Schlacht beiLangensalza im Juni 1866 vorbehalten.
 
 
Quelle: Friedemann Knoblich / 09.03.16 / TA
 

Gewinner für den Lions-Adventskalender ausgelost

 

Bad Langensalzas Rosenkönigin Julia war am Donnerstag als Glücksfee im Einsatz: In der Salza-Buchhandlung

zog sie aus Losen die Nummern, die beim Lions-Adventskalender gewinnen. Die Lose bleiben ungeöffnet,

bis alle Kalender verkauft sind. Hinter jedem Türchen verbergen sich zwei Gewinnchancen auf Preise.

Rechtsanwältin Caroline Hense (rechts) überwachte die Ziehung.

Foto: Daniel Volkmann | Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung 20.11.2015

 


 

 

4. Benefizkonzert des Lions Clubs Bad Langensalza

erbrachte Fördermittel für das Stadtmuseum und

das Bootscamp Mirow

 
In der Pause des Konzerts reichten Geschäftsführer Gordon Keiling und Küchenchef Robert Heyn eine Dessert-Variation à la „Mühlgraben“. Foto: Michael Fiegle

 

In der Pause des Konzerts reichten Geschäftsführer Gordon Keiling und Küchenchef Robert Heyn eine Dessert-Variation à la „Mühlgraben“. Foto: Michael Fiegle

Bad Langensalza. Der Kreuzgang des Augustinerklosters war in buntes Licht getaucht, Kerzenlicht auf den Tischen sorgte für ein gemütliches Ambiente. Schließlich sollten es sich die Gäste des 4. Benefizkonzertes des Lions Clubs Bad Langensalza zu Wochenendbeginn gut gehen lassen. Den warmen Temperaturen unter freiem Himmel entsprechend, reichte das Team der Gräfentonnaer Qualitätsgaststätte „Zum Mühlgraben“ leichte mediterrane Küche, dazu immer mit dabei: Frisches Baguette. Passierte Strauchtomatensuppe, Antipasti-Platte, knackiger Blattsalat oder mariniertes Rinderfilet-Carpaccio passten auch wunderbar zu den Liedern aus der Feder von Alexander Liebe und den Chansons von Sängerin Anja Debers und der Band „Brise Minouche“.

Musiker stellten ihre Gage zur Verfügung

Beides sind hiesige Gewächse – Liebe stammt aus Thamsbrück, Anja Debers und Gitarrist Paul Schneider aus Bad Langensalza. Beide stehen kurz vor der Veröffentlichung der ersten CD mit hausgemachten Liedern zum Träumen und Nachdenken zum einen. Zum anderen mit Chansons, Gypsi Swing, Klezmer und dem unverwechselbaren Sound der Minouche, wie sich die Sinti in Frankreich nennen. Die Musiker hatten ihre Gage dem guten Zweck zur Verfügung gestellt. Der Betrag von 1250 Euro wurde vom Lions Club auf 2000 Euro ergänzt, so dass beiden Projekten, die der Club mit dem Erlös des diesjährigen Konzertes unterstützt, jeweils 1000 Euro zur Verfügung gestellt werden konnten.Damit machte der Lions Club Bad Langensalza in seinem 15. Jahr seit der Gründung auch die 100 000 Euro voll, die er seither an Spendenmitteln aufbringen konnte. Mit dem Stadtmuseum erhielt wie in den Jahren zuvor der Gastgeber des Konzertes die Hälfte. „Das Altarbild von 1492 im einzigen erhalten gebliebenen Raum des Augustinerklosters hängt seit 20 Jahren an derselben Stelle und hat dadurch massiv Schaden genommen“, sagte Museumsmitarbeiterin Sabine Torminski. „Es muss dringend restauriert werden, Farbschichten gefestigt oder retuschiert, die sich vom Untergrund abgelöst haben oder nicht mehr da sind“, erläuterte sie. Außerdem müsse ein Klimagerät angeschafft und das Raumklima stabilisiert werden. „Das Altarbild stammt von einem unbekannten Meister und zeigt in der Mitte den Heiligen Sankt Gangolphus, den Namenspatron des gleichnamigen mittelalterlichen Hospitals“, erklärte Sabine Torminski. „Es wird auch zukünftig eine große Rolle spielen“, sprach sie die Zeit nach dem Museumsumbau an. Die Dauerausstellung solle dann auch das mittelalterliche Leben in Bad Langensalza begreifbar machen. Bei der Gelegenheit hob sie die Bedeutung der Hospitäler für die Geschichte Bad Langensalzas hervor und wies auf den Workshop „Hospitäler in Thüringen“ hin, der am 19. September Fachleute aus Thüringen nach Bad Langensalza zieht. „Die zweite Hälfte des Konzerterlöses lassen wir im Wechsel immer wieder anderen sozialen Einrichtungen zu Gute kommen“, teilte Rolf Mohring mit, der zusammen mit seinen Clubfreunden seit vier Jahren das Benefizkonzert auf die Beine stellt. „Auf Wunsch der Musiker ist das diesmal das Bootscamp Mirow des „Kulturvereins Stadtmauerturm“. Dieser Bad Langensalzaer Verein kümmert sich seit zwölf Jahren liebevoll darum, dass das Camp am Zethner See bei Rheinsberg in Schuss gehalten wird. Er führt dort alljährlich Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche aus Bad Langensalza und dem Unstrut-Hainich-Kreis durch. „Wir können das Geld gut gebrauchen“, sagte Thomas Stalier vom „Kulturverein Stadtmauerturm“. Im Frühjahr nehmen zehn bis 20 Leute vom Verein Urlaub, um das Lager für die Freizeiten in ehrenamtlicher Arbeit wieder herzurichten“, erzählte er. „Von den Fördermitteln können wir einen Teil des dazu nötigen Materials bezahlen.“ Das Bootscamp Mirow geht übrigens auf die Gründung zweier Bad Langensalzaer Lehrer im Jahre 1963 zurück und wurde zwischenzeitlich mehrere Jahre vom Landkreis betrieben. Es steht auch anderen Gruppen und Familien für die Ferien zur Verfügung.

Michael Fiegle / 16.08.15 / TA

 


 

Blinde werden per Handy durch Bad Langensalza geführt

            

Lions-Club entwickelt Angebot weiter. Stadtführung für Blinde und Sehbehinderte ist nun als digitale App verfügbar         
 
 
 
 
Martina Damm von der Tourist-Information und Uwe Haßkerl vom Blinden- und Sehbehindertenverband testen die App vor der Marktkirche. Foto: Jens König
 
Martina Damm von der Tourist-Information und Uwe Haßkerl vom Blinden- und Sehbehindertenverband testen die App vor der Marktkirche. Foto: Jens König
Landkreis. „Hier an der Leinecke verbreitert sich die Marktstraße rasant auf sechs Meter. Die alte Handelsstraße schlängelt sich etwas kurvig an den alten, ehrwürdigen Häusern vorbei. Eng aneinandergereiht, verleihen sie der Innenstadt eine bunte Vielfalt.“

 

Diese Beschreibung der Marktstraße inBad Langensalza zeigt, wie detailliert die Stadtführung für Blinde und Sehbehinderte die Kurstadt beschreibt. Denn nur so kann in den Köpfen der Gäste eine genaue Vorstellung entstehen.

 

Moderne Technik bietet neue Möglichkeiten

Die spezielle Führung kann bereits seit 2011 in der Tourist-Information ausgeliehen werden. Seit wenigen Tagen gibt es die Führung auch als Programm für moderne Handys, also als Smartphone-App. Besucher der Stadt müssen nun nicht mehr erst die Tourist-Information finden. Ein Tipper auf dem Display genügt und das kostenlose Programm steht zur Verfügung.

 

„Heute stehen uns andere technische Möglichkeiten zur Verfügung als vor vier Jahren. Viele Menschen haben heute ein modernes Smartphone. Allein die GPS-Erfassung in den Geräten ist auf zehn Meter genau“, erklärtGeorg Widder, der Projektverantwortliche vom Lions ClubBad Langensalza. Die Lions initiierten das Projekt im Jahr 2009. Damals werkelte eine Arbeitsgemeinschaft aus Blinden, Stadtvertretern, Gästeführern und Lions-Mitgliedern an der Führung.

 

Auch die Weiterentwicklung in die digitale Welt wird vom Lions-Club finanziell unterstützt. Für die Umsetzung zeichnet der „Computer Sofort Service Eichholz und Rönick“ aus Bad Langensalza verantwortlich.

 

Uwe Haßkerl vom Blinden- und Sehbehindertenverband begrüßt die neue Variante der Führung. Sie sei nur folgerichtig angesichts der enormen Hilfe, die Smartphones heute für Blinde sind. „Die Smartphones ermöglichen den Zugang für jeden.

 

Während wir früher noch Software zum Vorlesen von Texten teuer kaufen mussten, ist die eingebaute Sprachausgabe heute spitzenmäßig.“

 

Gärten der Stadt sollen ergänzt werden

Die Bedienung der App sei kein Problem, da es den „typischen Blinden“ heute immer seltener gebe, sondern mehr hochgradig Sehbehinderte. Die nachwachsene Generation könne mit der Technik selbstverständlich umgehen.

 

Der Stadtrundgang umfasst 17 Stationen. Beginnend an der Tourist-Information, geht es zunächst durch die Altstadt bis zur Gottesacker-Kirche und danach zum Friederikenschlösschen.

 

Der drei Kilometer lange Rundgang dauert knapp zwei Stunden. Später sollen die Gärten ergänzt werden. Die Führung basiert auf der App „Guidemate“ für Android und iOS.

 

Friedemann Knoblich / 14.07.15 / TA
 
Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung 14.07.2015
 
 
 
 

 
 

Wilhelm Siemen lobt Bad Langensalzaer für die Gestaltung ihrer Innenstadt

                       
               
Wie eine ganz normale Touristengruppe wirkten die Herren, die am Samstagvormittag mit Gästeführerin Renate Masch durch Bad Langensalza schlenderten. Tatsächlich handelte es sich aber um Ehrengäste, die dem Lions-Club der Kurstadt ihre Aufwartung machten.
       
 
 
Renate Masch führte Wilhelm Siemen (3. von links) und die anderen Lions natürlich auch zu den Langensalzaer Ziegen. Foto: Britt Mandler
 
Renate Masch führte Wilhelm Siemen (3. von links) und die anderen Lions natürlich auch zu den Langensalzaer Ziegen. Foto: Britt Mandler
Bad Langensalza.WilhelmSiemen ist Governor- Ratsvorsitzender der Lions inDeutschland, mithin sozusagen das ranghöchste Clubmitglied. Begleitet wurde er von seiner Gattin und dem für die Region zuständigen Distrikt- GovernorDetlef Geißler. "Wir kennen uns schon länger, haben uns aber auf dem internationalen Treffen der Lions inSeattle erstmals intensiver ausgetauscht", sagteSiemen. Ihm habe imponiert, mit wie viel Liebe und Begeisterung der Erfurter DetlevGeißler vonThüringen gesprochen habe. Ihm als einem der wichtigsten Lions sei es wichtig, nicht nur mit den Regionalchefs in Verbindung zu treten.

 

"Ich will mich auch mit den Mitgliedern in kleinen Clubs austauschen. Denn sie erfüllen Projekte mit Leben, die mit den Lions in Verbindung gebracht werden."Thüringen kenntSiemen recht gut. Er leitet das Porzellanikon, ein bedeutendes Porzellanmuseum in Selb. Vor allem nachKahla habe er gute Kontakte zumal dort eine Frau Chefdesignerin ist, die bei ihm ihren Abschluss machte, als er noch Dozent an der BurgGiebichenstein war. Über die rein beruflichen Kontakte hinaus hatteSiemenThüringen allerdings noch nicht erkundet, so dass er sich überGeißlers Angebot freute, ihm den Freistaat zu zeigen.Eisenach und sein Bachhaus,Erfurt mit seiner alten Synagoge,Weimar undJena standen auf seinem Besuchsprogramm.

 

Der Samstagvormittag war aber fürBad Langensalza reserviert.Renate Masch führte die Besucher an Orte, die für die Lions von besonderer Bedeutung sind oder an denen sie schon Gutes getan haben. Nebenbei gab sie interessante Einblicke in die Stadtgeschichte. "Ich mag die lebendige Art von FrauMasch", lobteWilhelmSiemen. Auf dem Rundgang hatten ihn natürlich auch hiesige Lions begleitet. GründungspräsidentRolf Krause etwa, der derzeitige Präsident Dr.Rolf Mohring undGeorg Widder, der den von den Lions finanzierten Audio-Guide, einen Stadtführer für Menschen mit Sehbehinderung, vorstellte.

 

"Die Lions setzen sich ja seit Jahren dafür ein, von Blindheit bedrohten Menschen zu helfen und jene zu unterstützen, die ihr Augenlicht verloren haben. Daher finde ich diese Projekt besonders toll", sagteWilhelmSiemen. Ein dickes Kompliment machte er aber auch BürgermeisterBernhardSchönau und den Bad Langensalzaern. Er habe das Gefühl, ganzBad Langensalza sei ein Projekt, lobte er. Es sei sehr auffällig, wie durchdacht und gekonnt hier Städtebau und Stadtsanierung betrieben würden. Das sorge neben den Gärten und anderen Sehenswürdigkeiten für eine beneidenswerte Lebensqualität, sagte der Chef der Lions.

 

Britt Mandler / 21.11.11 / TA