Der Lions-Adventskalender ist in Bad Langensalza erhältlich. Rosenkönigin zieht die Nummern, an welche ab 1. Dezember 58 Preise gehen

Rosenkönigin Luisa Sluka zog die Gewinn-Nummern für den Lions-Adventskalender, den Präsident Jan Fischer zeigt. Rechtsanwältin Caroline Hense passte auf, dass alles ordnungsgemäß ablief.   Foto: Klaus Wuggazer

Rosenkönigin Luisa Sluka zog die Gewinn-Nummern für den Lions-Adventskalender, den Präsident Jan Fischer zeigt. Rechtsanwältin Caroline Hense passte auf, dass alles ordnungsgemäß ablief.   Foto: Klaus Wuggazer

Bad Langensalza. 2000 Adventskalender des Bad Langensalzaer Lions-Clubs gibt es in diesem Jahr. Noch sind welche zu haben. Jeder trägt eine individuelle Nummer, die als Los fungiert. Jeden Tag besteht die Chance auf einen von bis zu drei Gewinnen im Wert von mindestens rund 50 Euro. Am 24. Dezember winkt gar ein Reisegutschein für 1000 Euro.Insgesamt 58 verschlossene Röllchen zog Rosenkönigin Luisa Sluka am Samstag im Reisebüro König unter Aufsicht der Rechtsanwältin Caroline Hense aus einem Topf mit allen 2000 Nummern. Ab 1. Dezember werden dann täglich die Gewinner bekanntgegeben.Etliche Kalender zum Preis von fünf Euro sind bereits verkauft, sagte Lions-Präsident Jan Fischer, der selbst für das gemäldeartige Bild von der weihnachtlichen Markstraße als Kalender-Motiv sorgte. Aber noch gebe es welche. Auch manche Firmen kauften den Kalender in größerer Stückzahl als Geschenk für ihre Mitarbeiter. Verkauft werden sie in der Sparkasse, der Salza-Buchhandlung, der Tourist-Information, der Therme, im TUI-Reisebüro und bei Sport Schenk.Die Preise – zum Beispiel ein Tablet-Computer, Eintrittskarten, Einkaufsgutscheine oder auch ein Wurstpaket – wurden alle von örtlichen Unternehmen gesponsort. Sie bringen ihnen im Gegenzug Kunden, was der Innenstadt diene, wie Gerrit Haase von den Lions sagte. Der Erlös aus dem Verkauf des Kalenders fließt traditionell in einen guten Zweck. Wer den Kalender kauft, tut also etwas Gutes und kann zudem gewinnen.Zum elften Mal bietet der Lions-Club die Kalender an und hat damit zunehmend Erfolg: „Manche wollen gezielt Nummern, die ihnen Glück bringen sollen, zum Beispiel die Sieben als Endziffer,“ sagt Christian König. Die Gewinn-Nummern werden, wenn es losgeht, täglich in unserer Zeitung veröffentlicht und auch auf der Internet-Seite der Lions.Abgeholt werden können die Preise bis 31. Januar in der Tourist-Information – was dann noch da ist, wird ebenso für soziale Zwecke gespendet.

Quelle: Thüringer Allgemine Zeitung Klaus Wuggazer / 26.11.18

Ausstellung wird bis dahin teilweise neu gestaltet, Kreuzgang wird saniert. Lions-Club unterstützt Museum regelmäßig

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Präsident Jan Fischer (links) und Rolf Mohring von den Lions übergaben 1000 Euro für die
Umgestaltung des Stadtmuseums an Sabine Tominski. Die Mauern des Kreuzgangs sollen
parallel zur Umgestaltung innen saniert werden. Foto: Klaus Wuggazer

 

Von Klaus Wuggazer: Bad Langensalza. Ab 2019 soll das Stadtmuseum nach vier Jahren Schließung wieder dauerhaft geöffnet werden. Das sei das Ziel, sagte Museumsleiterin Sabine Tominski, als der Lions-Club jüngst eine weitere Spende für das Museum überreichte  1000 Euro aus dem Erlös des jüngsten Benefizkonzerts im August im Kreuzgang des Augustinerklosters. Auch die Geschichte eben jenes Klosters, dessen stattlichen Überreste Teil des Museums sind, soll in der neu gestalteten Ausstellung mehr zur Geltung kommen. Im April hatte die Designerin Beate Aé-Karguth ihr Konzept für das Museum erläutert. So soll der Kassenbereich aus dem bisherigen Foyer in einen angrenzenden Raum wandern. Dort entsteht auch ein Museumsshop mit Sitzgelegenheiten. Die Eingangshalle werde dadurch ein offener Empfangsbereich, wo die Besucher auf das Museum eingestimmt werden können. sagte Sabine Tominski. Der Weg geradeaus die Treppe hinauf führt in den Sonderausstellungsbereich im 1. Stock, der unverändert bleibt. Der Raum rechter Hand im Erdgeschoss soll künftig die Geschichte der Klöster in der mittelalterlichen Stadt Salza zeigen. Im nächsten, kleinen Raum, wo es einst zu den Schlafsälen der Mönche ging, soll auch die Klostergeschichte thematisiert werden. Dann folgt die Sakristei mit dem restaurierte Altaraufsatz dem sogenannten Retabel von 1492, der einst zur St. Gangolphi-Kapelle gehört. Der ausklappbare Aufsatz mit seinen Heiligendarstellungen werde noch einen angedeuteten Altar erhalten. Der Raum soll durch seine kapellenartige Gestaltung und dezente Beleuchtung Besucher zur Meditation einladen. Für die Sakristei war die diesjährige Spende des Lions-Clubs gedacht, der schon die Restaurierung des Retabels mit 3000 Euro gefördert hatte. Weiter im Rundgang: Es folgt der Flur zum Hof. Er wird künftig an die Zeit von 1544 bis ins 19. Jahrhundert erinnern, als das Kloster zur Schule wurde. Geplant sei auch der Einbau einer Glastür, um unabhängig vom Wetter einen Blick in den Kreuzgang draußen zu ermöglichen. Dann folgt der große Saal, in dem die Schlacht von Bad Langensalza 1866 im Mittelpunkt steht. Die bestehende Ausstellung werde dafür aktualisiert, sagte Sabine Tominski. Sie soll auch den Krieg an sich thematisieren und zeitgemäßer werden, etwa mit Hörsäulen. Auf Knopfdruck würden dann zum Beispiel Zeitzeugenberichte von der Schlacht 1866 zu hören sein. Auch in anderen Teilen des Museums sollen moderne Elemente integriert werden wie etwa Bildschirme, die auf Berührung
reagieren. Die Ausstellung zur Industriegeschichte Bad Langensalzas, die im selben großen Raum steht unter anderem gibt es dort eine große Webmaschine, werde aus Platzgründen abgebaut, sagte Tominski: „Da müssen wir noch nach einer anderen Lösung suchen.“ Mit der Neugestaltung einhergehen soll auch die Sicherung der Kreuzgang-Mauern im Hof. Die bröckeln inzwischen. Die Fugen müssten dringend saniert werden, sagte der städtische Bau-Fachbereichsleiter Gerrit Haase. Dies soll möglichst noch in diesem Jahr geschehen.

Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung | 28.09.2018